Archiv für Januar 2013

01.–04.02.: ein POP* – Seminar über linke Träume, Geschichte, Kämpfe.

ein weg des scheiterns…?
ein POP* – Seminar über linke Träume, Geschichte, Kämpfe.

01.02. – 04.02.2013 in Brandenburg (nahe Berlin!)

Im Jahr 2013 starten wir Berliner Falken mit einer neuen Seminarreihe: POP*. Wir möchten ein ausgewogenes Programm aus Freizeit, Inhalt und Praxis bieten.

Gemeinsam wollen wir diskutieren, was uns als linke Jugendliche so ausmacht, wofür „links“ steht und in welchen Träumen vergangene Generationen so geschwelgt haben.

Auf dem Programm steht:
*Revolution
*Pop-Feminismus
*Herrschaftsverhältnisse
*Soziale Bewegungen heute

Praxis:
*Streetart
*Demo 1×1
*Lockpicking

Falken Berlin: ein weg des scheiterns...? ein POP* - Seminar über linke Träume, Geschichte, Kämpfe.
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3.2.: Aufruf zur Otto Grüneberg-Ehrung

Otto Grüneberg stand kurz vor seinem 23. Geburtstag, als er in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1931 von Angehörigen des SA-Sturms 33 ermordet wurde. Die Familie Grüneberg wohnte in der Charlottenburger Schloßstraße 22. Otto Grüneberg war Mitglied des Jugendverbandes der KPD und engagierte sich wie sein Vater in dem der kommunistischen Partei nahestehenden Roten Frontkämpferbund.

Otto Grüneberg Schloßstraße Schloss19

Der Charlottenburger SA-Sturm 33 hatte sich im September 1930 in einer Gaststätte in der Hebbelstraße niedergelassen und machte sich schon bald daran, die organisierte Arbeiter_innenschaft einzuschüchtern. Die Angriffe der Nationalsozialisten führten bald zu ersten Toten. Ende Januar 1931 wurde Max Schirmer vor der SA-Gaststätte erstochen; Otto Grüneberg geriet am späten Abend des 31. Januar in der Hebbelstraße in eine Auseinandersetzung zwischen linken Arbeitern und SA-Männern. Schwer verletzt schleppte er sich noch in die Gaststätte in seinem Wohnhaus und starb wenig später an den Schußverletzungen.
Am Trauerzug für Max Schirmer und Otto Grüneberg wenige Tage nach den Morden nahmen Zehntausende teil, darunter die gesamte Reichstagsfraktion der KPD. Zwei Jahre später, nach dem Machtantritt Hitlers, waren die SA-Männer „legaler“ Teil des NS-Unterdrückungsapparates, verschleppten Bewohner_innen des Wohnviertels und folterten einige von ihnen zu Tode.

Die Unterzeichnenden rufen auf zu einer gemeinsamen Kundgebung am Sonntag, den 3. 2. 2013 um 11 Uhr vor dem Lokal Kastanie, Schloßstr. 22, wo Otto Grüneberg ums Leben kam.
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Die Geschichte der jüdischen ArbeiterInnenbewegung in Europa

Die Geschichte der jüdischen ArbeiterInnenbewegung in Europa
11.Januar, 19.00 Uhr, Schloss19 (Schlossstraße 19, Charlottenburg)
veranstaltet von Haschomer Hatzair

Gemeinsam wollen wir uns im Rahmen der Veranstaltung mit der oft vergessenen jüdischen ArbeiterInnenbewegung, vorranging in Osteuropa beschäftigen. 1897 wurde im damals zum russischen Zarenreich gehörenden Polen und Litauen der Allgemeine jüdische Arbeiterbund (kurz Bund) gegründet. Der Bund war die erste jüdische ArbeiterInnenbewegung, mit einer marxistische Weltanschauung. Ab 1898 war der Bund auch im östlichen Teil des damligen Deutschen Reiches aktiv. Der Bund setzte sich für die kulturelle und politische Selbstbestimmung von jüdischen Arbeiterinnen und Arbeitern ein und kämpfte für eine Autonomie der Juden in Osteuropa. 1912 wurde in Deutschland der Jüdische Wanderbund „Blau-Weiß“ gegründet, eine zionistisch, sozialistischer Pfadfinderbund, aus dem unter anderem der Schomer Hatzair Deutschland entstand.

Was waren die Herausforderungen für eine jüdisch-sozialistische und zionistische Bewegung? Wie verhielten sich jüdische SozialistInnen zur Revolution in Russland und welche Rolle spielte die weltweit entstehende zionistische Bewegung? Mitglieder von Haschomer Hatzair kämpften aktiv gegen die Nazis während der Shoah, die Ghettoaufstände von Wilna und Warschau wurden von Mitgliedern des Schomer getragen und die jüdische ArbeiterInnenbewegung spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung des Staates Israel.

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